Tierernährung Martin Vaas Startseite
   Logo ViMi-Online
Martin Vaas
 
 
 
HERZLICH WILLKOMMEN

Bitte wählen Sie Ihren Kundenbereich aus:

LANDWIRT LANDHANDEL MISCHFUTTER

Aktuelle Nachrichten und neue Produkte :



Allein 75 % der Tierverluste treten in den ersten drei Lebensmonaten eines
Kalbes auf und Durchfall ist eine der Hauptursachen dafür. Hohe wirtschaftliche
Schäden entstehen durch geringere Gewichtszunahmen, lebenslanges Kümmern
und Todesfälle. Das Erstgemelk (auch Biestmilch oder Kolostrum genannt)
ist für ein neugeborenes Kalb lebenswichtig.


Es wird hierdurch mit stallspezifischen Antikörpern und Abwehrstoffen,
Proteinen, Enzymen, Vitaminen, Mineralien und Wachstumsfaktoren versorgt.


Zusätzlich enthält die Kolostralmilch eine hohe Konzentration an Fetten
und Hormonen und fördert die Pansenentwicklung. Während der Trächtigkeit
eines Rindes ist der Austausch von Immunkörpern zwischen Muttertier und
Kalb nicht möglich. Binnen 24 Stunden – solange die Darmschleimhaut des
Kalbes für Immunglobuline passierbar ist – muss eine ausreichende Menge dieser
Abwehrstoffe über die Biestmilch aufgenommen werden.
Das erste Gemelk nach dem Abkalben enthält Antikörper gegen Erreger, mit denen sich das Immunsystem des
Muttertieres auseinandergesetzt hat. Folglich ist das Antikörperspektrum
von älteren Kühen meist breiter als jenes jüngerer Kühe. Im Idealfall sollte
eine tragende Kuh sechs Wochen Zeit haben, Abwehrkörper gegen die stallspezifischen
Erreger zu bilden.

Werden hochtragende Tiere zugekauft, ist das
oft nicht der Fall. Entsprechend ist die Biestmilch nicht optimal angereichert
und das neugeborene Kalb wird ungenügend versorgt.

Untersuchungen belegen, dass bis zu 40 % der Kolostralmilchproben unzureichende

Eigenschaften besitzen.

Hauptmängel liegen in der ausreichenden Konzentration an Abwehrstoffen im Gemelk. Ursachen

können in der Fütterung oder auch im Gesundheitszustand
des Muttertieres selbst liegen. Um sicherzugehen,

kann die Qualität des Erstgemelks selbst bestimmt werden. Dazu taucht man ein Kolostrometer
in kuhwarme Biestmilch und liest das Messergebnis auf der Farbskala ab.
Um das Kalb auch bei ungenügenden Eigenschaften des Erstgemelks gut versorgen
zu können, bietet sich Kolostrum aus der Spritze an. Mit der sogenannten
Kälberspritze (z.B. Rumistrum) verabreicht man dem Kalb oral ein geprüftes
und standardisiertes Rinderkolostrum. Die Immunglobuline enthalten Abwehrstoffe
aus verschiedenen Ställen. Dieser Kolostrummix konditioniert best möglich
die Immunabwehr des Kalbes. Nicht selten verenden Kälber an den Folgen von
Durchfall oder hinken nach einer Durchfallerkrankung mehrere Wochen
der normalen Entwicklung hinterher. Die Ursachen sind vielfältig und oft nur schwer abzustellen.
Essenziell für neugeborene Kälber ist die frühe und ausreichende Aufnahme des Kolostrums.

Mit einem Kolostrometer kann die Qualität der Biestmilch überprüft werden.
Der Familienbetrieb Vetter aus dem Allgäu setzt seit zwei Jahren auf die Wirkung
des standardisierten Kolostrums. Etwa eine Stunde nach der Geburt gibt Hans-Peter-Vetter dem

Kalb 60 Milliliter direkt ins Maul. Zuvor wärmt er das Präparat mittels eines Wasserbads auf Körpertemperatur
an. Bei sehr schwachen Kälbern, akuten Problemen mit Kälberdurchfall
oder wenn keine Kolostralmilch vorhanden ist, kann vor der zweiten Mahlzeit
eine weitere Portion der standardisierten Biestmilch gegeben werden. Vetter konnte
seit der Anwendung des Rinderkolostrums die Durchfallprobleme im Stall in den Griff
bekommen.
„Seitdem ich jedem Kalb gleich nach der Geburt eine Dosis des Rinderkolostrums
verabreiche, haben sich die Probleme mit Kälberdurchfall in meinem Betrieb halbiert. Da rechnen sich auch die
Kosten von etwa 17 Euro je Gabe.“ Auch wenn die Durchfallerkrankungen nicht vollkommen ausbleiben, treten sie nun erst
ab dem 5. oder 6. Tag auf. Dann haben die Kälber meist schon genügend Kraft, um die Krankheit gut durchzustehen, berichtet
der Landwirt.


Hier kommen Sie auf unseren Onlineshop

 

 

 
    Impressum / Haftungsausschluss